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Was sind geschlossene Fonds?

Es besteht heute kein Zweifel mehr und ist auch wissenschaftlich erwiesen, dass in ein gut strukturiertes Wertpapier-Depot zur Optimierung von Chancen und Risiken die Einbindung von Beteiligungen (geschlossene Fonds) erforderlich ist. Ihr Kapital wird börsenunabhängig in Sachwerte investiert. 

 

Über geschlossene Fonds beteiligt sich der Anleger an einem oder mehreren, i. d. R. vorher festgelegten Investitionsobjekten (wie z. B. Schiffen, Immobilien oder Private Equity Zielfonds). Das Investitionsvolumen ist meistens von vorn herein auf eine bestimmte Summe begrenzt, die mit Eigenkapital und Fremdkapital finanziert wird. Das Eigenkapital wird von mehreren Anlegern aufgebracht, die sich dafür in Form einer Kommanditgesellschaft (Fondsgesellschaft) als Kommanditisten beteiligen. Daraus resultierend ist der Anleger wirtschaftlicher Mit-Eigentümer des Investitionsobjektes und am Gewinn und Verlust sowie den stillen Reserven der Fondsgesellschaft beteiligt. Die Haftung ist grundsätzlich auf die Höhe der Einlage begrenzt. Der Anleger partizipiert entsprechend seinem Anteil an den wirtschaftlichen und steuerlichen Ergebnissen des Investitionsobjektes, an dem er sich alleine hätte nicht beteiligen könnten. 

 

Sind alle Anteile der Fondsgesellschaft an Anleger platziert, wird der Fonds geschlossen, d.h. der Anlegerkreis ist limitiert. Dies unterscheidet geschlossene von offenen Fonds (deren Fondsvolumen variabel ist). 

 

Die Laufzeit eines geschlossenen Fonds liegt in der Regel bei 8 – 20 Jahren. Eine Rückzahlung der Anteile erfolgt durch Auflösung des Fonds, z.B. durch Verkauf des Investmentobjektes. Eine vorherige Rückgabe der Fondsanteile ist nicht ohne weiteres möglich und kann über so genannte "Zweitmarktbörsen" abgewickelt werden.

 

Bei der Investition in geschlossene Fonds handelt es sich um einen unternehmerische Beteiligung mit entsprechenden Chancen und Risiken. Neben attraktiven Renditen können Anleger von den zwischen einzelnen Ländern gültigen Doppelbesteuerungsabkommen und den damit verbundenen zusätzlichen Freibeträgen profitieren. Bei Schiffsfonds wirkt sich die "Tonnagesteuer" sehr positiv auf die zu erzielende Nachsteuerrendite aus. Aufgrund des (teilweise) höheren Risikos sind geschlossene Fonds eher nur für erfahrene und risikobewusste Anleger empfehlenswert.

 

Das sog. Emissionshaus (Emittent)  führt die unterschiedlichen Partner einer unternehmerischen Beteiligung, wie z. B. Reeder, Werften, Bauträger, Private Equity Fonds in einem Gesamtkonzept zusammen, prüft die steuerlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und erstellt ein Gesamtkonzept. Nach Erstellung des Emissionsprospektes wird das Beteiligungsangebot bei privaten und institutionellen Anlegern platziert, die von qualifizierten Beratern vor Ort (z. B. freien Finanzberatern, Banken und Sparkassen) betreut werden.


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